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FB Chemie

Chemie Fachkonzept

1. Die Selbstdarstellung des Faches Chemie in der Mittelstufe

2. Stoffverteilungsplan für die Jahrgänge 7-10

3. Fachspezifisches Methodenkonzept

4. Leistungskontrollen

4.1 Schriftliche Lernkontrollen

4.2 Fachspezifische und mündliche Lernkontrollen

5. Hausaufgaben



1. Die Selbstdarstellung des Faches Chemie in der Mittelstufe

Chemie- ein schwer zu erlernendes Fach in der Mittelstufe?

Chemie gilt leider immer noch als schwieriges Fach, von dem viele meinen, es nicht erlernen zu können. Da wir Fachlehrerinnen und Fachlehrer diese Umstände kennen, helfen wir den Schülerinnen und Schülern, Schwierigkeiten zu bewältigen und Vorurteile zu überwinden. Wir arbeiten in der Mittelstufe zwei bzw. drei Jahre lang zusammen mit ihnen in einem schülergerechten und motivierenden Unterricht systematisch an der Errichtung des "Denkgebäudes der Chemie".
Mit Hilfen von Naturbeobachtungen und von Experimenten, also gezielten Anfragen an die Natur, werden Erkenntnisse über den Aufbau von Stoffen, ihren Reaktionen und den dabei ablaufenden Energieänderungen gewonnen.
Die Experimente werden mit dem notwendigen Sicherheitsbewusstsein, aber auch dem notwendigen Selbstbewusstsein durchgeführt. Sie dienen durch ihre Auswahl auch der Motivation der Schülerinnen und Schüler.
Trotz wachsender Klassengrößen lassen wir, immer wenn es möglich ist und sinnvoll erscheint, Schülerversuche durchführen.
Beobachtung ist die erste Form der Informationsverarbeitung, bei der Wichtiges und Unwichtiges sortiert werden muss. Die Suche nach bekannten Strukturen erleichtert das Beobachten.
Bei der Deutung eines Versuchs lernen die Schüler, Beziehungen herzustellen und Befunde in ihre bisherigen Vorstellungen einzuordnen und diese zu erweitern.
Versuchsauswertungen sind nur unter Verwendung einer genauen deutschen Sprache möglich. Gerade im Unterricht arbeiten wir deswegen an der Fähigkeit zum konzentrierten Zuhören und zum genauen Sprechen. Diese Fähigkeiten helfen Schülerinnen und Schülern auch bei ihrer Alltagsbewältigung.
In den Jahrgängen 7 und 8 findet der Unterricht überwiegend auf der Ebene der Phänomene statt.
Im Jahrgang 8 bzw. 9 entwickelt sich bei Schülerinnen und Schülern das Bedürfnis, die Fülle experimenteller Befunde und Stoffeigenschaften zu systematisieren. Deswegen beginnen wir im Unterricht Theorien zu entwickeln.
Im Laufe der Unterrichtszeit werden diese Theorien durch das Wechselspiel zwischen Versuch, Auswertung und weiterer Versuchsplanung ständig verfeinert.
Auf diese Weise lernen die Schülerinnen diese wissenschaftliche Methode der Erkenntnisgewinnung. Es entsteht ein logisches System des Naturverständnisses, das dem von Latein, den modernen Fremdsprachen und Mathematik vergleichbar ist.
Im Laufe des Unterrichts erlernen die Schülerinnen und Schüler außerdem die chemische Fachsprache. Sie ermöglicht ihnen nicht nur die Kommunikation mit anderen Chemikern überall auf der Erde, sondern lässt sie auch im Unterricht die Vorteile dieses rationellen Kommunikationswerkzeuges erfahren.
Die am stärksten abstrahierte Fachsprache des Chemikers ist die Formelsprache. Sie wirkt auf den ersten Blick wie ein starrer Formalismus. Da sie aber kontinuierlich erarbeitet wird, lernen die Schüler, sie als wichtiges Werkzeug kennen, das ihnen hilft, ihre kreativen Überlegungen zu kontrollieren.
Auf diese Weise können die Schüler bis zum Ende der Klasse 9 bzw. 10 auf den Ebenen der Stoffe, der Modelle und der Formeln arbeiten, diese Ebenen variieren und die Vorteile dieser Ebenen für die jeweiligen Problemlösungen ausnutzen.
In allen Jahrgängen versuchen wir Unterrichtsbeispiele aus dem Alltag zu nehmen und Versuchsreihen zu einem gemeinsamen Kontext zu erstellen.
Falls Schülerinnen und Schüler eine Lücke in ihren Kenntnissen aufweisen, helfen ihnen die Arbeit mit dem bewusst eingesetzten Schulbuch und die Wiederholung mit Hilfe der eigenen Mappe.
Unsere langjährigen Ergebnisse haben uns gezeigt, dass begabte und fleißige Schülerinnen und Schüler Chemie mit Freude erlernen können und dadurch wichtige Denk- und Arbeitsweisen der Naturwissenschaften kennen lernen.
Auch wenn sie Chemiekenntnisse in Ihrer Berufsausbildung nicht sofort benötigen, so sind grundlegende Kenntnisse diese Schlüsseldisziplin notwendig, um Vorgänge und Entwicklungen des Alltags, der Politik und der Wissenschaft fundiert beurteilen und sich eine eigene Meinung darüber bilden zu können.


2. Stoffverteilungsplan für die Jahrgänge 7 - 10

Der bisherige Lehrplan für die Jahrgänge 7-10 wurde vollständig überarbeitet.
Kerncurricula ab 2013/2014
Dieser Lehrplan für die Jahrgänge 7 - 10 berücksichtigt die veröffentlichten Anteile des Kerncurriculums Chemie.


3. Methodenkonzept

Das Methodenkonzept beruht auf den "Bildungsstandards im Fach Chemie für den Mittleren Schulabschluss" vom 16.12.2004
Die Fachkonferenz hat den vier fachlichen Basiskonzepten:
F1 Stoff-Teilchen
F2 Struktur-Eigenschaft
F3 Chemische Reaktion
F4 Energie


4. Lernkontrollen

4.1 Schriftliche Lernkontrollen

Die schriftlichen Lernkontrollen im Fach Chemie orientieren sich an
  • den fachspezifischen Anforderungsbereichen aus den Bildungsstandards im Fach Chemie,
  • dem Erlass" Schriftliche Arbeiten in den allgemein bildenden Schulen" und
  • den Erlassen über die Mittelstufe.
Die zu erbringenden Leistungen sind in dem folgenden Schema strukturiert:
Schriftliche Lernkontrollen (Arbeiten):
  • dauern in den Jahrgängen 7 - 10 eine Unterrichtsstunde
  • beziehen sich auf einen längeren Unterrichtsabschnitt

4.2 Fachspezifische Lernkontrollen und mündliche Leistungsüberprüfungen

Zu den fachspezifischen Lernkontrollen zählen:
1. Tests
Sie dauern weniger als eine Unterrichtsstunde, beziehen sich auf einen kurzen Unterrichtsabschnitt.
Eine besondere Rolle spielen Wiederholungstests am Anfang der Jahrgänge 7 bis 10. Diese sollen den Schülern die fachlichen Voraussetzungen für den erfolgreichen Unterricht in einem Schuljahr und die Notwendigkeit einer selbstständigen Wiederholung verdeutlichen.
2. Präsentationen von Arbeitsergebnissen
3. Stundenprotokolle
4. Mündliche Leistungen

In den mündlichen Leistungen können besonders die im Unterricht gezeigten prozessorientierten Kompetenzen (Beteiligung am Erkenntnisgewinn, Fähigkeit zur Kommunikation und Bewertung), bewertet werden. Diese Leistungen zeigen sich besonders
  • bei der Erarbeitung von Unterrichtinhalten im Unterrichtsgespräch,
  • in der Qualität von Arbeitsergebnissen,
  • bei der Beteiligung und Organisation von Gruppenarbeiten,
  • bei der Durchführung von Experimenten.
Zu den mündlichen Leistungen gehören ebenfalls die mündlichen oder schriftlichen Wiederholungen der Inhalte der letzten Unterrichtstunde.
Die mündlichen Leistungen werden von den Fachlehrern regelmäßig notiert und mindestens zweimal im Halbjahr den Schülern erläutert.


5. Hausaufgaben


Mögliche Formen von Hausaufgaben sind:
1. Versuchsprotokolle,
2. Schriftliche Zusammenfassung von Gedankengängen, Ergebnissen und Bewertungen,
3. Anwendungen des Unterrichtsstoff in Aufgaben,
4. Lesen von Zusammenfassungen aus dem Lehrbuch,
5. Wiederholung auf der Basis eigener Aufzeichnungen.

Wir erwarten, dass die Schüler den Stoff einer Unterrichtstunde wiederholen um ihn in der folgenden Stunde parat zu haben.