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Aktuelles

Von der Idee zum Exponat

Schülerinnen und Schüler der Oberwaldschule präsentieren ihre Experimente im Mathematikum Gießen

Das Mathematikum in Gießen veranstaltet jedes Jahr das Projekt „MINT: Die Stars von morgen“ für Schülerinnen und Schüler aus der Umgebung von Gießen und dem Vogelsbergkreis. In diesem Jahr nahm die Oberwaldschule Grebenhain, vertreten durch die Schüler Dominik Geist und Leon Merschrod sowie die Schülerinnen Ivonne Pfohl und Marie Schelleis aus den Klassen 9Ra und 9Rb, an diesem Projekt teil. Sie präsentierten ihre Ergebnisse zusammen mit Teilnehmenden anderer Schulen der Klassenstufen 8 bis 10 im Zuge einer feierlichen Abschlussveranstaltung am Dienstag, den 12.12.2017 für interessierte Gäste und die Öffentlichkeit.

Die insgesamt 28-stündige Projektveranstaltung umfasste zunächst das Kennenlernen des Gießener Mathematikums am 04.09.2017 sowie eine Exkursion zur Frankfurter Experimenta am 04.10.2017. Neben wichtigen theoretischen Kenntnissen konnten hier bereits einige MINT-Exponate aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik bestaunt werden.

Im zweiten Projektteil ging es um Planung und Durchführung der individuellen Experimente, wobei auf Grundlage einer naturwissenschaftlich-technischen Idee und den notwendigen Überlegungen zur Umsetzung und Funktionsweise zunächst ein Prototyp angefertigt und getestet werden musste. Bei all diesen höchst anspruchsvollen Arbeitsschritten wurden die Jugendlichen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Mathematikums professionell unterstützt.



Unter den insgesamt 20 Exponaten wurden eindrucksvolle „Bauwerke“ präsentiert, wie beispielsweise ein funktionstaugliches Wasserkraftwerk und Hologramme, die aufgrund von Ausnutzung der physikalischen Eigenschaften des Lichtes beeindruckende Darstellungen entstehen ließen, die über die herkömmlichen Möglichkeiten der Fotografie hinausgehen. Darüber hinaus wurden ein aus Schrauben und Muttern bestehendes Schachspiel und eine sogenannte „Leonardo-Brücke“ ausgestellt, bei der sich im Zuge eines Flechtprinzips die Bauteile durch geschickte Verschränkung gegenseitig stützen.

Die Projektarbeit hat den Teilnehmenden nicht nur sichtlich Spaß gemacht, sie bot auch die Möglichkeit, einen theoretischen und praktischen Einblick in den naturwissenschaftlichen Forschungs- und Arbeitsbereich zu erlangen. Diese Verknüpfung von Theorie und Praxis machte für die Jugendlichen MINT real greifbar, da die Auswirkungen physikalischer Gesetze und technischer Zusammenhänge unmittelbar erfahrbar wurden und bei Planung und Konstruktion der Exponate berücksichtigt werden mussten. Zudem kann eine solche eigenverantwortliche Projektarbeit helfen, individuelle Kenntnisse zu vertiefen und zu erweitern, Interessenlagen herauszufinden und eigene Grenzen zu erfahren. Wichtig ist, dass Projekte wie diese „Lust“ auf MINT machen, und zwar unabhängig von Genderaspekten und Fachnoten. Die Rückmeldung unserer Schülerinnen und Schüler hat deutlich gemacht, dass die Freude am Experiment und die damit verbundenen Herausforderungen im Mittelpunkt standen und die Veranstaltung auch hinsichtlich möglicher beruflicher Perspektiven als gewinnbringend wahrgenommen wurde.

Diese Exponate wurden von den Schülerinnen und Schülern der Oberwaldschule präsentiert:

Dominik Geist: Ein Bootsmodell aus Schaumstoff, bei dem Windkraftantrieb genutzt wurde.
Leon Merschrod: Ein ebenfalls auf Windkraftantrieb basierendes Bootsmodell aus Holz.
Ivonne Pfohl: Ein vollständiges Schachspiel, bestehend aus Schrauben und Muttern.
Marie Schelleis: Eine Leonardo-Brücke, konstruiert ohne jegliche Form von Fixierungsmittel.



Als Wertschätzung ihres Einsatzes und Anerkennung der fabelhaften Leistungen wurde allen Teilnehmenden eine Urkunde und ein Zertifikat überreicht, auf welchen ihre Teilnahme und die selbstständige Erarbeitung eines MINT-Experimentes dokumentiert ist.
Die Schulgemeinde der Oberwaldschule gratuliert den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern herzlich zu diesem herausragenden Erfolg!

Wir möchten an dieser Stelle den Organisatoren für diese gelungene Veranstaltung und insbesondere der Fachlehrerin Frau Kuttenkeuler herzlich für ihren Einsatz danken, da von ihr die Initiative zur Bewerbung und Teilnahme ausging und sie den Schülerinnen und Schülern von der Planung bis zur Umsetzung während der gesamten Zeit beratend und unterstützend zur Seite stand.

Wir sind zuversichtlich, dass sich auch im nächsten Jahr wieder potenzielle „Stars von morgen“ an der Oberwaldschule finden werden, die Lust haben, ihr ganz individuelles MINT-Projekt auf die Beine zu stellen!