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Schülerinnen und Schüler besuchen Musical „Starlight-Express“

Mit freundlicher Genehmigung des Lauterbacher Anzeigers:

Pressebericht vom 25.05.2018

Die Klasse 8G1 und 8G2 mit den Lehrerinnen Anna Drobinski und Theresia Kuttenkeuler vor dem Wahrzeichen des Starlight Express, eine preußische T9 als Nostalgie-Lok. Foto: Drobinski

GREBENHAIN - (gst). Es rollt und rollt, mit Rasanz und Rekord: Das Musical „Starlight Express“ ist auch nach 30 Jahren Spielzeit ein Publikumsmagnet für Jung und Alt. Von Andrew Lloyd Webber komponiert und Richard Stilgoe getextet, schaffte es das Musical bereits 2010 in das Guinness-Buch der Rekorde als offiziell anerkanntes „international erfolgreichstes Musical aller Zeiten“.

Was lag also näher, als für das Unterrichtsthema Musiktheater den heimischen Musikraum zu verlassen, um sich das berühmte Rollschuh-Musical in Bochum live anzuschauen? Die Schüler der Grebenhainer Oberwaldschule hatten sich im Vorhinein schon über die Show und den Inhalt informiert. Deshalb war die Spannung groß, wie alles vor Ort wirken würde. Vielleicht auch deshalb verging die Fahrt von Grebenhain nach Bochum wie im Fluge, obwohl dafür über 200 Kilometer zu bewältigen waren. Am Musical-Gelände angekommen, kündete eine riesige „30“ in feurigem Rot vom Jubiläum des Starlight Express; der Erstaufführung im Jahre 1988. Nach einer halben Stunde Aufenthalt im Vorraum des Theaters und einigen Fanartikel-Einkäufen durfte endlich die große Halle betreten werden. Da die Zuschauer während der Aufführung in das Geschehen integriert werden, sind die Plätze verteilt zwischen den Rollschuhbahnen. Glücklicherweise saß die Grebenhainer Gruppe sehr weit vorne und dazu noch direkt an der Rennbahn. Das sollte während der Aufführung bei einigen Jugendlichen Schrecksekunden erzeugen. Denn zu den Spezialeffekten der Show gehört es, dass Rollschuh-Stunts direkt von den Bühnen in die Zuschauerränge ausgeführt werden. Begeisterung und Erstaunen äußerten die Schüler auch über die inmitten des Theaterraums schwebende schwenkbare Brücke. Diese ermöglicht den Darstellern, sich auf verschiedenen Ebenen durch den Saal zu bewegen, so dass sich insgesamt 1100 Quadratmeter Rennbahn ergeben.

Sobald das Licht ausging und das verträumte Intro der Story verklungen war, begann ein Feuerwerk aus Rhythmus, Tempo und Spezialeffekten. Aufwändige Lasereffekte, außergewöhnliche Kostüme, brennende Rollschuhe und Funkenfontänen waren bei den jungen Zuschauern sogar noch auf der Heimfahrt lange Gesprächsstoff. Erreichen die Darsteller mit ihren Rollerblades doch Tempi bis zu 60 Stundenkilometer. Dazu führen zwei Stunt-Skater auf Inlinern zwischen den Rennen Tricks wie Sprünge, Salti und Schrauben vor. Bei der HipHop-Einlage der drei Tänzer schien die Schwerkraft aufgehoben zu sein.

Bei all diesen Eindrücken rückte der Inhalt ein wenig in den Hintergrund. Das Stück erzählt den Traum eines Kindes von der Weltmeisterschaft der internationalen Züge. Im Mittelpunkt steht die kleine, liebenswerte, aber eigentlich veraltete Dampflok Rusty und ihr Kampf gegen die übermächtigen Gegner. Dies sind die moderne E-Lok Electra oder die mächtige Diesellok Greaseball. Die Liebe zum Erste-Klasse-Waggon Pearl spielt in dem Musical eine besondere Rolle. Denn als Pearl vor die Entscheidung gestellt wird, mit wem sie die Rennen bestreiten soll, weiß sie nicht, für wen sie sich entscheiden soll...

Nach Beendigung der Show standen die Oberwaldschüler mit dem ganzen Saal auf und gaben Applaus. Die sympathischen Darsteller kamen immer wieder zu der Schülergruppe und verabschiedeten sich von dem einen oder anderen Mädchen mit einem Lächeln und Augenzwinkern.